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So
oder so ähnlich
soll es in Zukunft zwischen Neuer Messe und Segelflugplatz aussehen.
Das Bild zeigt eine
Studie der geplanten Fabrik entlang des Kutschenwegs Richtung
Epplesee. [Klicken Sie auf das Bild für eine
vergrößerte Ansicht]
Das Verfahren ist geprägt von
Widersprüchen. Eine Gegenüberstellung steht hier
Unsere Broschüre: "Kritische
Fragen und
Antworten" finden Sie hier
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Bauvorhaben
Standort
Zahlen und Fakten
Umwelt
Politik
Gutachten
Widersprüche im
Verfahren
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Das
Bauvorhaben
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Bei
dem Bauvorhaben handelt es sich nach Baugesetzbuch um „Bauen im
Außenbereich“, für das ein gesondertes Genehmigungsverfahren
durchzuführen ist, ein sogenannter Vorhabenbezogener
Bebauungsplan. Dieser ist gekoppelt an ein immissionsschutzrechtliches
Verfahren nach BImSchG wegen einer Reihe
genehmigungspflichtiger Anlagen (Räucherei, LKW-Tankstelle etc.).
Darüber hinaus war eine Änderung des geltenden
Flächennutzungsplanes erforderlich sowie ein
Zielabweichungsverfahren vom Regionalplan. Außerdem muss eine
wasserrechtliche Ausnahmegenehmigung erteilt werden, da das Vorhaben in
einer Wasserschutzzone realisiert werden soll.
Alle diese
Verfahrensschritte wurden parallel betrieben, wodurch ein
unentwirrbares Verfahrensdurcheinander
entstand. Dies ist vor allem der Eile geschuldet, mit der das
Verfahren voran getrieben wird. Selbst Kenner der Materie haben
bisweilen Schwierigkeiten, die Aktenordner füllenden Unterlagen
den einzelnen Verfahrensschritten zuzuordnen. Doch wer es so eilig hat,
macht Fehler.
Beteiligte an dem Verfahren: Die
Firma Edeka Südwest
Fleisch GmbH mit den Geschäftsführern Jürgen Sinn und
Jürgen Mäder ist der Bauherr, die Stadt Rheinstetten hat die
Planungshoheit, die Planung bzw. die Gutachten werden durchgeführt
von
den Firmen ATP (Innsbruck) bzw. Modus Consult (Karlsruhe/Speyer) und
Lohmeyer (Karlsruhe).
Das Land Baden-Württemberg
ermöglicht das Bauvorhaben überhaupt erst durch den geplanten
Verkauf
der landeseigenen Flächen an EDEKA (Näheres siehe unter Politik).
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Phase 1: Frühjahr 2008
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Offenlage
des vorläufigen vorhabenbezogenen Bebauungsplans
einschließlich eines
vorläufigen Umweltberichts mit frühzeitiger
Bürgerbeteiligung. Diese fand in
Rheinstetten am 24.04.08 statt. Alle Bürger hatten die
Gelegenheit,
Einwände und Bedenken schriftlich einzubringen. Die Eingaben
wurden seitens der Stadt Rheinstetten an das Planungsbüro ATP
bzw. an Modus Consult weitergeleitet.
Parallel dazu fand das "vorläufige" Verfahren
zur
Änderung des Flächennutzungsplans (FNP)
statt, da dieser
eine landwirtschaftliche Fläche ausweist. Dieses Verfahren wurde
vom Nachbarschaftsverband
Karlsruhe durchgeführt. Karlsruhe hatte im Rahmen des
Nachbarschaftsverbands zunächst die Durchführung eines
Zielabweichungsverfahrens vom Regionalplan gefordert, da dieser die
beplante Fläche als "schutzbedürftigen Bereich für die
Erholung" ausweist. Dieses kam zu einem
positiven Ergebnis, da nur ein "Zipfel" des Erholungsgebiets betroffen
sei (das Regierungspräsidium hat
schließlich die Aufgabe, das Vorhaben zu genehmigen...) .
Durch Eingrünungsmaßnahmen und das Abrücken des
Fabrikzauns vom Fahrradweg soll dafür gesorgt werden, dass die
Erholungsfunktion erhalten wird. An den auftretenden Lärm hat
dabei leider keiner der Verantwortlichen gedacht. Gesetzlich ist ein
Naherholungsgebiet in keiner Weise geschützt, die TA Lärm
sieht dieses "Problem" nicht vor.
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Phase 2: Sommer 2008
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Einarbeitung der Einwände in die Planung,
Erstellung aller notwendigen Gutachten und Offenlage des
Bebauungsplans im Rathaus
Rheinstetten . Jeder (egal ob Rheinstettener oder
Karlsruher) hatte Gelegenheit, seine
Einwände und Bedenken
gegen das Bauvorhaben schriftlich vorzubringen. Eine Synopse der
Einwendungen liegt leider bis heute nicht vor.
Parallel dazu erfolgte die Offenlage (Termin) der
Änderung
des
Flächennutzungsplans im Rathaus
Karlsruhe. Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung konnte hier
bereits jeder
seine
Bedenken vorbringen. Eine große Zahl von Bürgerinnen und
Bürgern hatte dies zur Überraschung der Mitarbeiter in der
Lammstrasse auch getan. Eine Antwort auf ihre Einwendungen haben die
Bürger leider nie erhalten, obwohl stets die Offenheit und
Transparenz des Verfahrens betont wurden.
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Phase 3: Herbst/Winter 2008
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Der Nachbarschaftsverband Karlsruhe ließ ein
Zielabweichungsverfahren für die erforderliche Abweichung vom
Regionalplan durchführen. Das Regierungspräsidium
sah kein Problem, obwohl der Regionalplan
die Fläche klar als "schutzbedürftigen Bereich für die
Erholung" ausweist. Noch 2007 war die Errichtung eines Solarparks vom
Regionalverband mit Hinweis auf die Erholungsgebietsfunktion
ausgeschlossen worden. Nun soll dort eine Fleischfabrik stehen, die
eine Solaranlage auf dem Dach hat - dafür gibt es dann ein
Ökozertifikat.
Das immissionsschutzrechtliche
Verfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit fand im Dezember
2008 statt. 103 Einwendungen gingen ein. Der Erörterungstermin
wurde am 09./10.02.09 in der neuen Messe abgehalten. Er war
teilweise von 100 Bürgern besucht, die leider keine Antworten auf
ihre vielen Fragen erhielten. Die
Vorhabenträgerin erschien mit 13 Beteiligten. Das Protokoll findet
sich hier.
Die erste Offenlage des Bebauungsplans enthielt
etliche
Mängel, wodurch eine Überarbeitung notwendig wurde. Die
notwendig gewordene 2. Offenlage erfolgte Ende Dezember/Anfang Januar,
kurz nach Beendigung der Einwendungsfrist für das
immissionsschutzrechtliche Verfahren. 123 Einwendungen von Bürgern
und Verbänden gingen ein, so viele wie noch nie in der Geschichte
Rheinstettens.
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Phase 4: Frühjahr 2009
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Der Gemeinderat von Rheinstetten hat den
Satzungsbeschluss
über den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan gefasst und auch
über einen naturschutzfachlichen Vertrag zwischen Rheinstetten,
Edeka und der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, obwohl ihm
die Endfassung noch gar nicht vorlag. So funktioniert Demokratie.
Die 2300 Bürger, die für einen Bürgerentscheid votiert
hatten, scheiterten vor Gericht wegen angeblicher Unzulässigkeit.
Ein Bürgerentscheid wäre nur ein einer sehr frühen Phase
des Projekts möglich gewesen, zu einem Zeitpunkt, zu dem mangels
Informationen niemand hätte guten Gewissns "ja" oder "nein" sagen
können. Nur die Gemeinderäte, die waren sich von Anfang an
ganz sicher, das Richtige zu tun. Unter dem Deckmäntelchen der
Legitimation durch die Bürger kann jedwege Entscheidung getroffen
werden. Auch das ist Demokratie. Demokratisch erfolgte auch die
Abschaffung der Leserbriefe im Gemeindeblatt Rheinstettens, um
kritische Stimmen verstummen zu lassen.
Der Nachbarschaftsverband Karlsruhe hat über
die
Flächennutzungsplanänderung mit positivem Ergebnis
abgestimmt. Karlsruhe hat seine Chance verspielt, auf die Pläne
Einfluss zu nehmen und die Belastungen für die Karlsruher
Bürger so gering wie möglich zu halten. Zu groß war die
Verlockung der Einnahmen aus der Abwasserbehandlung der
Fleischwerkabwässer, die zukünftig in offenen Kanälen
durch Karlsruhe fließen werden.
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Phase 5: Sommer 2009
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Das Regierungspräsidium hat die Zulassung vorzeitigen Baubeginns
erteilt und seit 20.07.09 sind Bagger auf der Fläche aktiv. Das RP
sah sich leider nicht in der Lage, in der gesetzlich vorgegebenen Frist
von 7 Monaten die Genehmigung zu erteilen. Warum nur?
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Der Standort
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Rheinstetten
war nicht die erste Wahl für die geplante Ansiedlung des
Fleischwerks.
Das gleiche Bauvorhaben kam zuvor in Heddesheim bei Mannheim und in
Forst bei Bruchsal aus unterschiedlichen Gründen nicht zu Stande.
In Forst machte die Bevölkerung gegen die Fleischfabrik
mobil (www.interessengemeinschaft-forst.de).
Offiziell konnte die Fabrik schließlich nicht gebaut werden, weil
eine Autobahnzufahrt nicht gesichert zur Verfügung stand.
Das
Planungsgebiet in Rheinstetten umfasst insgesamt 20 Hektar
landwirtschaftlicher
Fläche.
Die Fläche war im Besitz des Landes
Baden-Württemberg. Der Flächennutzungsplan musste
geändert werden, damit Edeka an dieser Stelle bauen kann.
Der dem Flächennutzungsplan übergeordnete Regionalplan weist
die beplante Fläche als "schutzbedürftig
für die Erholung" und "schutzbedürftig
für die Landwirtschaft" per Zielvereinbarung aus und wurde
ebenfalls geändert.
Darüber hinaus liegt die Fläche in einer Wasserschutzzone
Kategorie IIIb. Konkret befindet sich die Fläche zwischen Neuer
Messe und Segelflugplatz. Der Werkszaun und die LKW-Fahrstraße
verläuft entlang des Kutschenwegs.
Obwohl eine Zielverletzung
der
verbindlichen Ziele des Regionalplans Mittlerer Oberrhein vorliegt, hat
das Regierungspräsidium Karlsruhe der Firma Edeka zugesichert,
dass die Fläche für das Bauvorhaben geeignet ist. Auf Antrag
der Stadt Karlsruhe wurde per
Zielabweichungsverfahren nochmals bestätigt, dass angeblich die
Ziele des Regionalplans nicht verletzt würden.
Aller Appelle der
Landespolitiker über das "Flächensparen" zum Trotz soll
wieder einmal jede Menge Ackerfläche in Industriefläche
umgewandelt
werden. Die
Regierungserkärung von Ministerpräsident Oettinger vom Juni
2006 spricht eine ganz andere Sprache (der gesprochene Originaltext
findet sich unter www.ig-rheinstetten.de).
Auszug: "...
wir
haben in den letzten 50 Jahren in
Baden-Würtemberg so viel Fläche für Siedlung und Verkehr
beansprucht wie alle Generationen zuvor zusammen. [..] Wenn wir nicht
aufpassen, entstehen heute mit Wohn- und Gewerbegebieten auf der
grünen Wiese die Altlasten von morgen [...]. Wir nehmen diese
Entwicklung nicht hin. Wir machen weiter Druck für eine sparsame
Flächennutzung. [...], das Ziel der Politik [muss] die "Nettonull"
beim Flächenverbrauch sein."
So
werden wir das nicht schaffen.
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Zahlen
und
Fakten
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20
Hektar der Gesamtfläche sind überplant. 10 Hektar davon
werden mit
Gebäuden und Straßen versiegelt. Dies entspricht einer
Fläche von 670
Einfamilienhäusern bei einer Grundstücksgröße von
300 m2. Da die zulässige bebaubare Fläche mit 98.500 m2 knapp
unter der
gesetzlichen Grenze von 100.000m2 bleibt, muss keine
Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden,
lediglich ein "Umweltbericht" wurde verfaßt.
Allerdings stellte der BUND in seinen Einwendungen fest, dass die
überbaute Fläche nicht korrekt berechnet wurde.
Die Fabrikgebäude werden nach den Plänen der förmlichen
Offenlage 12-15m, im Bereich des
Hochregal-Kühllagers knapp 30m hoch. Die Gebäude erstrecken
sich
über eine
Länge von 346m und eine Breite
von 153m, in der zweiten Ausbaustufe von 220m(!). Die Karlsruher Neue
Messe hat also bequem darin Platz, auch der Rheinstettener
Silberstreifen würde darin verschwinden. Auf dem Gelände
sind darüberhinaus eine LKW-Tankstelle, eine LKW-Waschanlage und
eine Kläranlage geplant. Es wird Stellplätze für 60
Kühl-LKW und 390 PKW geben.
Verkehrsaufkommen, die Räucherei, die Wurstkocherei, die
Ammoniak-Kühlanlagen, die
LKW-Tankstelle
und die LKW-Waschanlage
unterliegen aufgrund ihrer Emissionen dem
Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImschG). Per Gutachten wurde
mittlerweie die "Harmlosigkeit" des Bauvorhabens nachgewiesen. Alle
Beeinträchtigungen, seien es Gerüche, Verkehrsaufkommen oder
Erwärmung der Fläche sind angeblich irrelevant. Dies aber nur deshalb,
weil sich in 500m Umkreis um die geplante Fabrik keine Wohngebiete
befinden. Niemand würde jedoch zugeben, dass es auch
außerhalb des untersuchten Gebiets zu Beeinträchtigungen
kommen wird. Der Kutschenweg beispielsweise wird so verlärmt
werden, dass er als Spazierweg oder Joggingstrecke nicht mehr nutzbar
sein wird.
Jedes Jahr sollen 750 000 Schweine, sowie einige
Tausend
Rinder
und Lämmer verarbeitet werden. Angelegt ist die Fabrik laut
Gutachten für
die Verarbeitungsmenge von 1085 Tonnen täglich, beantragt ist eine
Verarbeitungsmenge von 952 to täglich. Gearbeitet wird im
3-Schicht-Betrieb 24
Stunden täglich an 7 Tagen die Woche, wobei nachts
hauptsächlich
Reinigungsarbeiten und am Wochenende überwiegend
Kommissionierungsarbeiten ausgeführt werden sollen. LKW-Verkehr
wird 24 Stunden täglich stattfinden. Die Ansiedlung
eines solchen Betriebs ist nur in einem Industriegebiet zulässig,
auch wenn im Zusammenhang mit der Ansiedlung von Edeka gerne von
"Gewerbe" gesprochen wird.
Die Zahlen zum Thema Verkehr haben sich bei 418 LKW und 823 PKW Fahrten
täglich eingependelt. Die Zu- und
Abfahrt erfolgt über den Messering, die B3 und zu einem Teil
auch über
die B36 und die Eckener Straße in Karlsruhe. Eine LKW-Werkstrasse
verläuft entlang des Kutschenwegs
(Fahrradweg). Bei den LKW handelt es sich um Kühltransporter mit
entsprechenden Kühlaggregaten, die auch in Betrieb sind, wenn das
Fahrzeug parkt. Die LKW-Stellplätze sind an einer Laderampe
im Norden des Geländes (Richtung Heidenstückersiedlung!)
vorgesehen. Von Bedeutung ist der Verkehrslärm insbesondere in
der Nacht. Erste Schätzungen gehen von einer Erhöhung um bis
zu
4,7dB(A) aus (ab 3 db(A) spricht das Bundesimmissionsschutzgesetz von
einer "erheblichen" Zunahme des Lärms). Zulässige
Lärm-Grenzwerte werden laut Gutachten nicht bzw. nur am
Gelände der Landsversuchstanstlat am Silberstreifen erreicht bzw.
überschritten. Gesetzlich gesehen müssen wir vor dem
Lärm nicht geschützt werden.
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Umwelt
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Die
Firma Modus Consult hat im Auftrag von Edeka Südwest Fleisch GmbH
einen
Umweltbericht erstellt. Der Bericht kommt bei fast
allen betrachteten
Kriterien (Luft, Wasser, Boden, Pflanzen- und Tierwelt etc.) zu dem
Schluss, dass „keine erheblichen
Beeinträchtigungen“ zu erwarten
sind.
Für den oberflächlich durchblätternden Leser entsteht
das Bild der idealen Fabrik auf dem idealen Standort. Schaut man
genauer hin, entdeckt man etliche Unstimmigkeiten und
Beschönigungen.
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Schutzgut "Erholung":
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Zitat Umweltbericht:
„Die Freiflächen besitzen aufgrund des eintönigen Wegenetzes
und des
wenig attraktiven Landschaftsbildes im Bereich der monotonen
landwirtschaftlichen Nutzung (für die Erholung) nur geringe
Bedeutung.“
Fragt man die vielen Spaziergänger,
Radfahrer und
Jogger,
die auf dem Gelände unterwegs sind, kommt man zu einem anderen
Ergebnis. Wir haben das am 1. Mai entlang des Kutschenwegs getan.
Der dem Flächennutzungsplan
übergeordnete
Regionalplan
weist das Gebiet als „schutzbedürftig
für die Erholung“ aus. Die Fläche
zwischen Rheinstetten und Karlsruhe mit den Feldern, dem Wald und
Baggersee hat einen sehr großen Erholungswert für die
Bevölkerung. Sie ist ein Teil
der von
vielen geschätzten Wohnqualität in Karlsruhe und
Rheinstetten. Die
Fläche als Ganzes ergibt ein Erholungsgebiet, nicht der Wald oder
der
Baggersee alleine. In ihrer Imagebroschüre macht die
Technologieregion
Karlsruhe sogar damit Werbung.
Obwohl die Fläche heute
landwirtschaftlich genutzt wird, ist sie Lebensraum verschiedener
Tierarten. Viele Tiere wie Hasen, Greifvögel, Füchse, Rehe
und
Wildschweine brauchen eine Mischung aus Wald und freien Fläche als
Lebensraum. Der Feldhase steht auf der nationalen roten Liste und lebt
– täglich zu beobachten - auf den Flächen der geplanten
Fleischfabrik.
Ohne
intensive Nutzung könnte sich die Fläche in kurzer Zeit
wieder
regenerieren, so wie es der zugehörige Landschaftsplan vorsieht.
Auch die Gutachten stellen fest, dass die Fläche eine
"erstaunliche" Regeneration durchgemacht hat - dies sei allerdings
lediglich dem Umstand zuzuschreiben, dass die Fläche in Erwartung
der Baumaßnahme nicht mehr landwirtschaftlich genutzt wurde.
Drücken wir es mal so aus: Die Flächen werden nun so genutzt,
wie es der Landschaftsplan eigentlich vorsieht.
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Schutzgut "Wasser":
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Zitat Umweltbericht: „..
angesichts der zu erwartenden Immissionsbelastungen können
erhebliche
Umweltauswirkungen nicht ausgeschlossen werden. Erschwerend kommt
hinzu, dass das Planungsgebiet innerhalb der Zone IIIB eines
Wasserschutzgebiets liegt ...“
Das Fazit allerdings lautet:
„Aufgrund der bereits vorhandenen
Verkehrsbelastung ist jedoch von
keiner erheblichen zusätzlichen Auswirkung auszugehen."
Übertragen auf einen anderen Lebensbereich
klingt
das so, als sagte der Arzt zum Patienten: "Sie rauchen schon? Dann schadet Ihnen
Alkohol nicht!"
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Schutzgut "Klima":
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Der
Umweltbericht stellt fest, dass die offenen Acker- und
Wiesenflächen
nachts Frisch- und Kaltluft erzeugen. "Durch
die Bebauung kommt es
zu einer Unterbrechung der Luftzirkulation. Es entsteht ein
erhöhter
Schwüleeindruck.“
Das Klimagutachten, das übrigens auf Datenerhebungen von 1995
zurückgreift, stellt fest, dass es nicht wärmer, sondern
teilweise um 0,2 Grad kühler wird als vorher (wir müssen uns
also keine Sorgen machen).
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Thema Ausgleichsfläche
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Im Verfahren der frühzeitigen
Bürgerbeteiligung und auf diversen Informationsveranstaltungen
wurde immer betont, dass die überplante Fläche insgesamt 31
Hektar beträgt und die 11 Hektar im Norden als Teil der Karlsruher
Grünzäsur nicht bebaut werden dürfen. Dies wurde auch in
der frühzeitigen Beteiligung zur Änderung des
Flächennutzungsplans so erläutert.
In der förmlichen Offenlage las die erstaunte
Öffentlichkeit dann, dass die 11 Hektar für
Ausgleichsmassnahmen "nicht zur Verfügung stehen" und anderswo
Ausgleich geschaffen werden soll. Dieser soll nun durch Entsiegelung
von
6000m2 auf dem Gelände der
Landesversuchsanstalt am Silberstreifen erfolgen. Darüberhinaus
wird ein Streifen entlang des Segelfluggeländes am Waldrand
"extensiviert". In der zweiten Offenlage des Bebauungsplans ist
darüber hinaus von einer Extensivierung von Ackerflächen auf
dem Gewann Allmendäcker die Rede. Der Ausgleich bleibt insgesamt
vage und unklar.
Die naturschutzfachlichen Betrachtungen, die im Rahmen der 2. Offenlage
durchgeführt wurden, wiesen auf den Flächen eine erstaunliche
Artenvielfalt nach. Neben besonders geschützten Vogelarten leben
hier auch 140 verschiedene Arten von Wildbienen und Wespen. Darunter
sind Arten wie Nysson hrubanti, die in Baden-Württemberg als
ausgestorben galt. Dieser Umstand führt natürlich nicht dazu,
dass die Verantwortlichen überlegen würden, ob
tatsächlich der richtige Standort gewählt wurde. Stattdessen
sollen die geschützten Vogelarten mit Vogelscheuchen vergrämt
werden - zweifellos eine besondere Auffassung von Naturschutz.
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Politik
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Die Gemeinde Rheinstetten erhofft sich von der
Ansiedlung der Fleischfabrik Arbeitsplätze, Gewerbesteuer und
stabile Einwohnerzahlen. Das Thema Arbeitsplätze wird weiter unten
betrachtet. Zur Gewerbesteuer ist zu sagen, dass hier
größere Einnahmen nicht zu erwarten sind. Das liegt zum
einen an den getätigten Investitionen, zum anderen an der
Firmenstruktur von Edeka (Quelle: Steuerberater Schlindwein, Bruchsal).
Zudem ist zu erwarten, dass die Gewerbesteuer
mittelfristig abgeschafft wird. Dem gegenüber stehen die
erforderlichen Investitionen der Gemeinde Rheinstetten in
die benötigte Infrastruktur. Die Frage von Einnahmen und Ausgaben
sollte seitens des Rheinstettener Gemeinderates kritisch geprüft
werden.
Glaubt man einer Pressemeldung des Ministers
für
Ernährung und ländlichen Raum, Peter Hauk, so ist die
Ansiedlung der Fleischfabrik ein Gewinn auf ganzer Linie. Auch hier
empfiehlt es sich wieder, genau zu lesen. Drei Argumente
werden hauptsächlich angeführt,
wenn es um die Ansiedlung der Fleischfabrik geht.
Erstens: Es werden
zwischen 600 und 800 Arbeitsplätze geschaffen - oder auch nur 400
erhalten
Hierzu
ist anzumerken: Durch die neue Fleischfabrik werden in
Baden-Württemberg Arbeitsplätze zunächst einmal
verlagert statt geschaffen,
denn die
bestehenden
Fleischfabriken in Offenburg, Heddesheim und Mögglingen und
weitere werden
durch
den Neubau ersetzt. Dort verlieren Menschen ihre Jobs
oder sollen zukünftig pendeln. Des einen Freud ist also des
anderen Leid.
Es ist Ziel jedes Unternehmens, durch
Rationalisierung, Automatisierung und Optimierung der Abläufe
wirtschaftlicher zu arbeiten. Edeka spricht bei ihrem Projekt
„Masterplanung Fleischwerke“
von einem „Quantensprung in
Produktivität und der Effizienz" (nachzulesen im
Geschäftsbericht). Für
gewöhnlich wird so
etwas nicht durch die Schaffung von Arbeitsplätzen
erreicht. Stattdessen wird die Fertigungstiefe (Zerlegung) erhöht,
was zu einem weiteren Wegfall von Arbeitsplätzen in anderen
Betrieben führt.
Edeka argumentiert, dass die
Konkurrenzfähigkeit
nicht erhalten werden kann, wenn das neue Werk nicht gebaut wird und
mittelfristig dann alle Arbeitsplätze verloren gehen (so geschehen
im BNN Interview Ausgabe Nr. 108). Immerhin ist also nur noch vom
"Erhalt" und nicht mehr von der "Schaffung" von Arbeitsplätzen die
Rede.
Übrigens: Die Mitarbeiter der Fleischfabrik
in
Heddesheim wüden in Rheinstetten nach einem schlechteren Tarif als
bisher bezahlt werden. Vielleicht ist dies mit ein Grund, warum der
Standort Heddesheim von Edeka nicht weiter als möglicher Standort
für das neue Fleischwerk verfolgt wurde.
Zweitens: Edeka spart 1
Million Transportkilometer im Jahr durch die Schließung dreier
kleinerer Werke in Baden-Württemberg
Hierzu ist
anzumerken:
Die Zahl wird offiziell nun mit 970.000 km angegeben. Sie kommt
zustande, da Waren nicht mehr wie bisher zwischen mehreren
Fleischwerk-Standorten von Edeka hin- und hergefahren werden
müssen. Die "logistische Mitte" von Edeka liegt bei Bruchsal.
Rheinstetten ist von Bruchsal 38 km entfernt. Der bisherige
Fleischwerk-Standort Heddesheim ist von Bruchsal 46 km entfernt. Er
würde nach Angaben von Edeka 890.000 km zusätzlich
verursachen. Bei einer Differenz von 9 km zur logistischen Mitte...?
Die
von Edeka gesparten Kilometer enstehen auf der anderen Seite mehrfach
bei dem zu erwartenden Pendlerverkehr, der durch die Schließung
der anderen Werke und Verlagerung der Arbeitsplätze nach
Rheinstetten entsteht. Edeka plant nach eigenen Angaben, eventuell
Busse für die Pendler einzusetzen. Nach Angaben des Unternehmens
dauert es 5 bis 10 Jahre, bis Mitarbeiter ihren Wohnsitz verlegt oder
das Unternehmen aufgrund des geänderten Standorts verlassen haben.
Wie das wohl die betroffenen Familien sehen? Möchte jede/r von
ihnen sein jetziges Lebensumfeld einfach aufgeben?
Auf den Flächen, die Edeka in Heddesheim zur
Erweiterung angeboten bekommen hat, baut nun auf 38 Hektar eine
Spedition. Dreimal darf geraten werden, für wen diese Spedition
fährt. Spart man so Transportkilometer?
Drittens: Die
Landesregierung schätzt Edeka als Regionalvermarkter und
möchte den Standort Baden-Württemberg unbedingt erhalten
Hierzu ist
anzumerken:
Die
Interessengemeinschaft ist nicht gegen Edeka als Konzern oder
Fleischfabriken im allgemeinen, sondern es geht uns
darum, dass hier die falsche Fläche ausgewählt wurde. In
Baden-Württemberg stehen 5900 Hektar freie Gewerbefläche zur
Verfügung.
Das Flächeninformationssystem der IHK weist allein 49 Flächen
mit einer
Größe von 15 Hektar und weniger als 5 km Entfernung von der
Autobahn
aus (Beispiel: Südzucker-Areal Waghäusel - eine echte
Industriebrache!). Warum die Landesregierung ausgerechnet die
Flächen in
Rheinstetten zu einem überaus günstigen Preis
veräußern möchte, obwohl Minister Hauk sich vehement
als Flächensparer engagiert, ist eine der vielen offenen Fragen in
diesem Zusammenhang. Seinen Worten zufolge baut übrigens Edeka in
der Pfalz oder im Elsass, wenn Baden-Württemberg keinen geeigneten
Standort anbieten kann. Nanu - dachten wir immer, die logistische
Mitte sei standortentscheidend? Ein Blick auf die Homepage von
Ministerpräsident Oettinger zeigt übrigens das blaugelbe Logo
direkt neben seinem Kopf. Das erklärt natürlich das
Engagement und Entgegenkommen des Landes Baden-Württemberg
in dieser Sache. Oder irren wir uns da?
Wie dem auch sei - mit etwas
Kompromissbereitschaft ließe sich
vielleicht doch
eine Fläche finden, die nicht in einem schützenswerten
Grünbereich
liegt. Ideal wäre ein bereits ausgewiesenes Gewebe- bzw.
Industriegebiet,
auch wenn es außerhalb des Regierungsbezirks Karlsruhe läge
(die Arbeitsplätze blieben ja trotzdem in der Region, zumindest
so, wie Edeka den Begriff der "Region" versteht).
Dies ist beispielsweise beim bereits mehrfach erwähnten
Fleischfabrik-Standort
Heddesheim der Fall. Doch leider baut dort nun die Spedition Pfenning...
Viel Ärger
würde allen Seiten erspart bleiben, könnte
Edeka sich hinsichtlich seiner Standortkriterien flexibler zeigen.
Letztendlich lautet die Abwägung: Transportkilometer für
Edeka gegen 20 Hektar Naherholungsgebiet - denn die viel beschworenen
Arbeitsplätze
entstehen ja an jedem Standort. Braucht Karlsruhe diese
Arbeitsplätze wirklich um jeden Preis? Arbeitsplätze, die
woanders verloren gehen? St. Florian läßt grüßen.
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Gutachten
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Die Gutachten zum Bauvorhaben füllen mehrere
dicke
Ordner. Vielleicht können
mehrere Hundert Seiten niemals ganz frei von Fehlern sein. Und laut
Aussage von einem der beteiligten Gutachter hat auch "noch nie ein
Gutachten ein Projekt verhindert". Dennoch können Betroffene
erwarten, dass alle Belange mit gebotener Sorgfalt geprüft werden.
Oft wurde uns vorgeworfen, wir würden
"Gefälligkeitsgutachten" unterstellen. Das ist nicht richtig. Wir
erwarten neutrale, sorgfältige und ausführliche
Untersuchungen über die Belastungen, die eine Industrieansiedlung
dieser Größe unweigerlich mit sich bringt. Doch genau diese
Sorgfalt vermissen wir. Alle Gutachten sind so angelegt, dass sie den
Bau des Giganten verharmlosen. Die Belastungen werden die Bürger
und Bürgerinnen zu tragen haben, denn ein Unternehmen interessiert
nur eines: sein Gewinn.
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Widersprüche
im Verfahren
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Aussage
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Widerspruch
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"Ein ungestörter Abtransport der Abgase
mit
der freien Luftströmung ist gewährleistet."
Umweltbericht Modus Consult/Edeka
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Eine problemlose Verteilung von
Luftschadtstoffen
ist nicht zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
Umweltverträglichkeitsstudie Neue Messe 2001
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"Edeka ist Mittelstand. Wir möchten der
Metzger aus dem Nachbarort sein."
Duschan Gert, Pressesprecher Edeka Südwest Fleisch GmbH Mai 08
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Edeka ist Marktführer im deutschen
Lebensmittelhandel mit einem
Marktanteil von mehr als 30%. Dazu gehören Globus, Marktkauf,
Spar, Netto und - nach längerer Prüfung durch das Kartellamt
- auch Plus.
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"Die Strassen sind alle ausreichend für
den
zu erwarteten Gewerbeverkehr dimensioniert."
Gutachten Modus Consult/Edeka März 08
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"Die Verbreiterung der K3581 um 2m ist
aufgrund
zusätzlicher Verkehrsbelastung notwendig."
Landratsamt Karlsruhe August 08
Anmerkung: Die Straße führt durch FFH-Schutzgebiet
(europäisches Naturschutzgebiet), viel Wald müsste
gefällt werden.
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Schallquellen vom Edeka im Erholungsgebiet
emittieren 100 db(A) bzw. 107 db(A), werden aber gutachterlich im
Erholungsgebiet nicht
betrachtet.
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"Die Empfindlichkeit des Gebiets ist in
Bezug auf
Verlärmung als hoch einzustufen".
Gutachten Neue Messe 2001
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"Der Standort Heddesheim kommt aus
logistischen
Gründen gegenüber Rheinstetten nicht in Betracht".
Geschäftsleitung Edeka Südwest Fleisch + Minister
Peter Hauk Mai 08
Anmerkung: Heddesheim ist nur 9 km weiter von der logistischen Mitte
Bruchsal entfernt als Rheinstetten.
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"Falls Edeka in Rheinstetten nicht bauen
kann,
dann gehen sie nach Kaiserslautern oder ins Elsaß".
Minister Peter Hauk Juli 08
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"Natürlich werden keine Ziele des
Regionalplans verletzt."
Clemens Hauk, Bürgermeister Rheinstetten im April 08
"Rechtlich spricht nichts gegen den Bau der Fabrik auf diesen
Flächen." Gerd Hager, Verbandsvorsitzender Regionalverband
Mittlerer Oberrhein
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Im Juli 2008 stellt der
Nachbarschaftsverband
Karlsruhe auf Betreiben des Karlsruher Oberbürgermeisters Fenrich
einen Antrag auf Zielabweichung beim Regierungspräsidium
Karlsruhe. Fenrich sieht sich scharfer Kritik ausgesetzt.
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"Das Gebiet hat für die Erholung nur
eine
geringe Bedeutung."
Vorläufiger Umweltbericht Modus Consult März 08
"Das Gebiet hat für die Erholung mittlere Bedeutung."
Vorläufiger Umweltbericht Modus Consult Juni 08
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"Das Gebiet ist aufgrund seiner Lage wichtig
für die Menschen des Oberzentrums." Textteil Regionalplan
Mittlerer Oberrhein
"Das Gebiet ist ein intensiv genutztes Nah-
und
Feierabenderholungsgebiet."
Umweltverträglichkeitsstudie Neue Messe 2003
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"Es geht nicht mehr um politische Appelle.
Es geht
vielmehr um die konkrete Umsetzung des Ziels, den Flächenverbrauch
einzudämmen."
Minister Peter Hauk August 08
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Minister Peter Hauk war es, der Edeka die
Ackerflächen für die Bebauung angeboten hat.
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